Erster Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Wallerfangen
Eine Premiere fand Ende März im Feuerwehrgerätehaus in Wallerfangen statt.
Am 26.03.2010 um 18:00 Uhr begrüßte Löschbezirksführer Peter Bollbach 25 aktive Jugendfeuerwehrmitglieder zum 1. Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Wallerfangen.
Er überreichte den Jugendlichen symbolisch den Schlüssel des Gerätehauses und wünschte allen ein gutes Gelingen und viel Spaß. In den nächsten 24 Stunden würden sie den Alltag einer Berufsfeuerwehr erleben: Einsätze, Ausbildungen, Wartungsarbeiten, Essen, Schlafen – all das während einer 24-stündigen „Dienstzeit“.

Wie auch bei einer Berufsfeuerwehr zu Schichtbeginn, erfolgte zuerst die Einteilung der Mannschaft. Jugendfeuerwehrmann Marc Arenskötter übernahm die Aufgabe des Zugführers, als Gruppenführer wurden Marina Zenner und Jonas Gawantka bestellt. Danach wurden die Gruppen auf die Fahrzeuge eingeteilt.

Nach dem Abendessen stand Fahrzeug- und Gerätekunde auf dem Programm. Die Einsatzzentrale wurde mit 2 Jugendfeuerwehrmännern besetzt, die die eingehenden Notrufe oder Anrufe bearbeiteten, dokumentierten und weiterleiteten.

Kurz nach dem Essen ging es dann los, der erste Einsatz wurde gemeldet. In der Walderfingia in Wallerfangen musste ein Küchenbrand gelöscht werden. Noch während der Löscharbeiten wurde eine Gruppe schon zum nächsten Einsatz gerufen. Ein Hund musste aus einem Erdloch im Garten befreit werden.

Nach diesen Einsätzen machten es sich die Kinder auf Ihren Feldbetten im Schulungsraum, bei Limo und Knabbereien gemütlich. Aber die Ruhe währte nicht lange, plötzlich kam schon der nächste Alarm. Die Brandmeldeanlage des St. Nikolaus Hospitals meldete einen Brand, der sich allerdings beim Ausrücken als Fehlalarm herausstellte.

Kaum hatten es sich alle wieder in Ihren Schlafsäcken gemütlich gemacht, ging es schon wieder los. In der Zentrale ging ein Notruf ein: im Jugenddorf Blauloch war eine der Hütten in Brand geraten war, drei Personen wurden vermisst.

Nach diesem schwierigen Einsatz ging es nun aber endlich zum schlafen. Müde und erschöpft fielen alle in ihre Feldbetten.

Der Samstagmorgen begann für die kleinen Retter schon sehr früh. Noch vor dem Frühstück wurden sie zu einem brennenden Hasenstall gerufen. Aber auch diese Aufgabe meisterten die Jungen und Mädchen mit Bravour.
Das eine Berufsfeuerwehr aber auch ganz alltägliche Arbeiten verrichten muss, zeigte sich nach dem Frühstück. Es standen Arbeiten in den Werkstätten der Feuerwache an. In der Atemschutzwerkstatt wurden Masken gereinigt, Flaschen wieder mit Luft befüllt, in der Schlauchwerkstatt mussten verschmutzte Schläuche gewaschen, getrocknet oder repariert werden.


Auch Ausbildungen standen auf dem Programm. Während gerade die stabile Seitenlage geübt wurde, kam auch schon der nächste Einsatz aus der Zentrale: „Feueralarm Brandmeldeanlage Grundschule Wallerfangen“. Zum Glück nur ein Fehlalarm, wie sich vor Ort herausstellte. Vor Ort erklärte dann Christian Minor, Betreuer der Kinderwehr, den Jugendlichen die Funktionsweise einer Brandmeldeanlage.

 

Kaum zurück in den Werkstätten, gingen in der Zentrale zeitgleich mehrere Notrufe ein. Ein schwerer Verkehrsunfall hatte sich ereignet, bei dem ein Kind unter einem Pkw eingeklemmt war. Routiniert gingen die Retter zur Sache und konnten das verletzte Kind schnell befreien und dem Rettungsdienst übergeben.
Zum letzten Einsatz des Tages wurden die Einsatzkräfte nach dem Mittagessen gerufen. Auf dem Dach des Rathauses in Wallerfangen war ein Fallschirmspringer der Bundeswehr notgelandet. Mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Dillingen konnte auch der letzte Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden.

Zum Abschluss eines langen und dienstreichen Arbeitstages bekamen alle 25 kleinen Berufsfeuerwehrleute im Gerätehaus noch leckeren Kuchen. Dann ging es müde, aber mit ganz vielen tollen Eindrücken mit den Eltern zurück nach Hause. Nicht ohne vorher ihren Betreuer das Versprechen abzunehmen, dass im nächsten Jahr wieder ein solcher Tag stattfinden soll.